Achtung bei Feuchtigkeit und Stahlbeton: Dringen Risse tief in Stahlbetonbauteile oder Außenfassaden ein, kann Feuchtigkeit bis zur Bewehrung gelangen. Der Stahl fängt an zu rosten, dehnt sich aus und platzt flächig ab. An der Fassade drohen bei Frost zudem schwere Folgeschäden.
3. Rissentwicklung protokollieren: So testen Sie WandrisseBevor Sie einen Riss verschließen, müssen Sie prüfen, ob er
ruht oder
dynamisch ist (sich also weiter ausdehnt).
Methode 1: Riss-Protokoll führen- Markieren Sie die Endpunkte des Risses mit einem Bleistift.
- Notieren Sie das aktuelle Datum direkt neben den Markierungen.
- Machen Sie Fotos mit einem Maßstab.
- Prüfen Sie den Riss wöchentlich auf Längen- und Breitenveränderungen.
Methode 2: Die Gipsmarke setzenEine bewährte Methode aus der Praxis:
- Tragen Sie einen ca. 1 cm dicken Gipsklex in Form einer Acht quer über den Riss auf.
- Wichtig: Der Gips darf den Riss selbst nicht ausfüllen, sondern nur auf beiden Seiten haften.
- bricht die Gipsmarke nach einigen Tagen oder Wochen, ist der Riss noch aktiv – der Baugrund oder das Mauerwerk bewegt sich weiterhin.
4. Risse in der Wand selbst reparieren: AnleitungHandelt es sich um ruhende Risse ohne statische Relevanz, können Sie die Ausbesserung selbst vornehmen.
1. Haarrisse überstreichenFeine Haarrisse bis 0, 2 mm benötigen keine Spachtelmasse. Hier reicht in der Regel der Anstrich mit einer hochwertigen, elastischen
Dispersionsfarbe.
2. Ruhige Schwindrisse (0, 5 mm bis 5 mm) verspachteln- Aufweiten: Erweitern Sie den Riss vorsichtig mit einem Malerspachtel oder einem Keil V-förmig, damit die Spachtelmasse gut haftet.
- Reinigen & Grundieren: Entfernen Sie Staub und lose Teile. Behandeln Sie die Stelle mit Tiefengrund.
- Füllen: Füllen Sie die Stelle mit geeigneter Reparaturspachtelmasse auf und streichen Sie sie glatt.
3. Elastische Risse abdecken (Malervlies & Gewebearmierung)Wenn minimale Restbewegungen im Material zu erwarten sind, reicht Spachtelmasse allein oft nicht aus. Nutzten Sie eine
Gewebearmierung oder
Malervlies, das in die Spachtelmasse eingebettet wird. Dies überbrückt leichte Spannungen und verhindert, dass der Putz an der Oberfläche erneut reißt.
5. Fazit: Aufmerksam bleiben und rechtzeitig handeln- Putzrisse sind meist ein kosmetisches Problem und lassen sich einfach selbst beheben.
- Schwind- und Spannungsrisse deuten oft auf bauphysikalische Besonderheiten oder leichte Ausführungsfehler hin.
- Setzrisse und tiefgreifende Mängel gefährden im schlimmsten Fall die Tragfähigkeit und müssen fachmännisch saniert werden.
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